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Den 18. September 2017

Sonnenschein in Elm!

Heute Morgen nahm ich in Weisstannen den Bus nach Sargans um von dort mit Zug und Bus nach meinem nächsten Reiseziel zu fahren. Ich hatte zwar einigermassen das Gefühl dass ich “die Schule schwänzte”: das Wetter war schön, herbstlich und erfrischend…

Um 12.00 Uhr kam ich in Elm an. Elm ist ein alter Ort im Kanton Glarus am Fluss Sernf. Das historische Zentrum, datierend vom 16. Jahrhundert, ist schön und gut erhalten. Mein Hotel hatte ich rasch gefunden: Gasthaus Segnes. Ich wusste gleich dass ich mich hier für die kommenden Tage zuhauze fühlen wurde! Vom Hotelfenster habe ich einen wundervollen Blick über das Dorf und die dahinter liegenden hohen Berge des Welterbes Sardona (darüber nachher weiters).

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Elm: Blick aus meinem Hotelfenster auf die Kirche

Das Wetter war noch immer sonnig und herbstlich frisch, also machte ich mich auf den Weg um mir das Dorf und die Umgebung an zu schauen. Das Gebiet ist auch bekannt wegen des geologischen Ereignisses der Glarner Hauptüberschiebung. Das Gebiet ist seit Juni 2008 Teil des Welterbes “Tektonikarena Sardona“. Zusammengefast ist das Wesentliche der Überschiebung: Verrucano-Gesteine (zusammengepresster Sand aus einer Wüstengegend mit grosser vulkanischen Aktivität zur Höhe der Äquator) datierend von rund 300 Millionen Jahren her, ist mitgetragen worden mit der afrikanischen Tektonikplatte und ist durch die Kräfte zusammenhangend mit dem Zusammenprall dieser Erdplatte mit der europäischen Erdplatte an die Oberfläche gedrückt und dabei über Gesteine viel jüngerer Ursprung (50 Millionen Jahre) geschoben worden. Dieses Phänomen st in diesem Teil der Schweiz deutlicher sichtbar als in anderen Teilen der Welt. Der violett-graue Verrucano-Gesteine kommt auch sehr häufig vor im Weisstannental und wird dort Melser Platte genannt. Es wird angewendet als Pflasterung (u.A. im Garten des Museums Post-ab! in Weisstannen). Wenn ich Etappe 3b von Weisstannen nach Elm zu Fuss abgelegt hätte, dann hätte ich mir diese Überschiebung mit eigenen Augen ansehen können!

Ein besonderes von der Natur geformtes “Denkmal” steht seit 2014 im Dorfszentrum: es ist ein durch die Einwirkung von Wasser und Geröll aus dem Fluss Sernf eingeschliffen Bruchstück Verrucano-Gesteine, das etwa einem Pferdekopf ähnlich sieht. Deshalb wird es auch “Martinsrössli” genannt. Es ist in der Nähe von Schwanden aufgefunden worden, an der Stelle wo der Sernf in den Fluss Linth mündet.

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Elm: Das “Martinrössli”

Als ich weiter aus dem Dorf lief hatte ich einen wundervollen Blick auf die (mit Schnee bedeckten) Berge östlich von Elm.

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Elm: Blick auf die beeindruckende Gebirgskette östlich vom Dorf

Die Landschaft um Elm ist üppig mit grünen Wiesen, alten Bäumen und viele schnellströmenden Bächen die in den Sernf ausmünden. Es ist schön hier.

Es war sehr sonnig und die Sicht war gut – diese Bilder sind das Resultat!

Als ich weiter entlang dem Sernf lief hörte ich plötzlich ein gewaltiges Bellen von wohl sieben Hunden, jung und älter, der (italienischen) Rasse Maremmano Abruzze, die Berghunde die selbständig Schafsherden überwachen. Die Schafe in diesem Feld konnten ja ruhig und ohne Sorgen weiter weiden! In der Schweiz ist man sehr interessiert in dieser Rasse, vor allem weil in den Bergregionen Bären und jetzt auch schon Wölfe und Luchse gesichtet sind. Es gibt eine Organisation die sich beschäftigt mit dem “Herdenschutz“. Solch ein Rudel war natürlich ein schönes Bild!

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Elm: Eine Schafsherde und ein Schafshunderudel (Maremmen-Abruzzen-Schäferhünde)

Während des Abends, nach einem guten Abendessen im gemütlichen Gasthaus Sonne, ein Stück weiter auf der Dorfstrasse, bereitete ich mich vor auf Morgen: dann möchte ich jedoch ein Teilstück der Etappe C4, von Elm zur Skihütte Obererbs wandern.