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Den 3. Oktober 2019

Über den Weg von Stockalper und von Napoleon

Heute bin ich mit dem Postauto von 10.18 Uhr gefahren in die Richtung von Simplon-dorf über den Simplonpass. Mein Plan war um mit diesem schönen Wetter wieder einen Teil einer Etappe der Via Alpina zu wandern: Etappe 6 des Blauen Weges führt offiziell vom Simplonpass zum Dorf Zwischbergen an der italienischen Grenze. Ich wanderte heute von Simplon-Dorf zum Simplonpass, einen Teil der Etappe und zwar in die Gegenrichtung! Und erneut in einem Gebiet das ich nicht kannte. Von Brig und den Berghängen am rechten Ufer der Rhone hatte ich immer gesehen wie der Weg zum Simplonpass, die Nationalstrasse N9, wie eine gerade Linie unter einem scharfen Winkel gegen den Berghang nach Südosten führt. Jetzt war ich im Postauto und genoss von diesem Weg die Aussicht über Brig in der Tiefe und das Rhonetal bis weit in westliche Richtung. Wir stiegen weiter und weiter: das Tal des Saltinabaches wie dieser durch Brig fliesst zur Rhone ist sehr tief mit äusserst steilen Hängen. Der Saltinabach entsteht aus dem Zusammenfliessen zweier Bergbäche: der Tafernabach der vom Simplonpass nach Westen fliesst und der Ganterbach aus einem Seitental, dem Gantertal. Wir fuhren über die berühmte Schrägseilbrücke über den Ganterbach: die beeindruckende und speziell gestaltete Ganterbrücke aus 1980, die mit einer Länge von 678 Metern eine Schlucht von 150 Metern überspannt. Der Entwerfer war der schweizerische Zivilingenieur und Professor an der Eidgenössichen Technischen Hochschule in Zürich Christian Menn (1927–2018), der auch die schön gestaltete Sunnibergbrücke zwischen Küblis und Klosters im Kanton Graubünden entworfen hat. Die neue Ganterbrücke liegt ungefähr 800 Meter stromabwärts der alten Ganterbrücke die 1801 bis 1805 von Napoleon gebaut worden ist. Die Ganterbrücke hat auch wegen des besonderen Entwurfs viele Preise gewonnen.

Um 11. 00 Uhr passierten wir den Simplonpass wo während des Zweiten Weltkrieges wie ein Symbol für die Verteidigung der Freiheit einen graniten Adler aufgerichtet worden ist, die ich später am Nachmittag mich etwas näher angeschaut habe. Beim Simplonpass hatte ich schon eine wunderbare Aussicht in südöstliche Richtung u.a. auf das Fletschhorn (3.985m.ü.M.) und das Galehorn (2.797m.ü.M.)! Diese Bergkette trennt das Tal von Simplon-Dorf vom Tal von Saas-Fee im Süden.

Nach einer Viertelstunde kamen wir in Simplon-Dorf an – die Sonne schien, aber es wehte schon ein kalter Wind. Das Dorf macht einen sehr italienischen Eindruck, während es jedoch eines der wenigen deutschsprachlichen Dörfer ist im Stromgebiet des Flusses Po. Am Simplonpass ist die Wasserscheide zwischen der Rhone (über den Tafernabach, später den Saltinabach) und dem Po (über die Diveria). Auch dieser Ort ist alt: die Pfarrei ist 1267 zum ersten Mal in einem offiziellen Dokument genannt worden und ist dem St. Gotthard gewidmet. Vom Dorfplatz gesehen ist die St. Gotthardkirche die 1736 eingeweiht ist, nicht sehr auffällig, aber auch hier ist das Innere wieder reich und beeindruckend mit einem schönen Lichteinfall. Im Laufe der Geschichte ist vieles verbessert worden an den Handelsweg über den Simplonpass und das hat also auch eine günstige Auswirkung auf die Entwicklung von Simplon-Dorf gehabt. Im 17. Jahrhundert liess der Grossunternehmer Kaspar Jodok Stockalper (1609–1691) einen Weg bauen aus Brig über den Simplonpass, und durch das Dorf, in östlicher Richtung nach Zwischbergen und Gondo, dem Ort an der Grenze mit Italien. Von diesem Ort handelte er u.a. mit Mailand. Dieser „Weg“ war für damalige Massstäbe ziemlich breit und gepflastert. 1801 beschloss Napoleon um diesen an vielen Stellen heruntergekommenen Weg zu erweitern um auf dieser Weise seien Truppen mit Geschütz schneller befördern zu können. Am Hotel Post ist eine Gedenktafel aus Granit befestigt worden worauf dieser Fakt erwähnt wird und dass Napoleon auch dieses Hotel bauen lassen hat! In der Nähe steht ein antiker „Kilometerstein“: nach Brig als auch nach Domodossola war damals der Abstand 31 Kilometer. Am Dorfplatz steht der „Alte Gasthof“, wo nach langjähriger Restaurierung das Ecomuseum Simplon zu finden ist. In Marz 1991 ist eine Stiftung gegründet worden um den alten Handelsweg zu erhalten und zu transformieren in einen Wanderweg, das zerfallene Gebäude zu restaurieren und dazu neben den landschaftlichen Elemente (deshalb eco) auch die Geschichte des gesamten Gebiet um den Simplonpass begreiflich zu machen. Der Grund für diese Stiftung war ein Plan der Gemeinde aus den 1980er Jahren um einen neuen Weg zu bauen auf der Trasse des alten Handelsweges. Dieser Handelsweg war jedoch aufgenommen worden im Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) und deshalb konnte dieser Plan nicht ausgeführt werden. Als Ersatzleistung sollte die hier und da nicht mehr sichtbare Trasse zwischen Brig und Gondo saniert werden und für Touristen interessant gemacht werden. Dies hat geführt zur ViaStockalper, einem Wanderweg von ungefähr 30 Kilometern von Brig nach Gondo der in drei Tagen zurückgelegt werden kann. Als ich vor der Tür stand war das Museum noch zu bis Anfangs Nachmittag… Gegen die Aussenwand des Museums steht auch ein graniten Sockel mit darauf ein Kopf aus Bronze: es ist der Rechtsanwalt und Politiker Josef Escher (1885–1954), der in diesem kleinen Dorf geboren und aufgewachsen ist und der nach einer langen politischen Karriere in Bern von 1950 bis an seinen Tod 1954 das hohe politische Amt von Bundesrat bekleidet hat. Die alten Gebäude um den geräumigen Dorfplatz sind alle von Grossformat, bestimmt das ehemalige Gasthaus Weisses Kreuz. Dieses Gebäude datiert aus dem 14. Jahrhundert und ist bis ins 17. Jahrhundert mehrmals umgebaut worden, auch von Kaspar Stockalper. Es war neben Gastwirtschaft auch noch Lager und Pferdestallung. Bis am Ende des 19. Jahrhunderts hat es dort auch noch einen Pranger gegeben.

Um Mittag machte ich mich auf den Weg von Simplon-Dorf über den Stockalperweg zum Simplonpass. Es wurde eine wunderschöne Wanderung mit schöne Fernblicken: umschauend sah ich das Dorf das friedlich eingebettet war zwischen den noch grünen Wiesen und den bewaldeten Bergen im Süden. Ich ging nicht nur über der Route der Etappe D6 über den Stockalperweg, aber auch über der Route des Gondo-marathons: ein zweitägiger Wettlauf mit dem Abstand des Marathons zwischen Gondo und Brig zur Erinnerung an die Naturkatastrophe die am 14. Oktober 2000 den kleinen Ort Gondo getroffen hat. Damals raste eine enorme Stein- und Schlammlawine durch das Dorf mit grossen Verwüstungen zur Folge, u.a. an historischem Stockalperturm aus 1650. 13 Personen haben den Tod gefunden. Nach dem Wiederaufbau ist das Dorf am 14. Oktober 2004 erneut eingeweiht. Ab 2002 wird jedes Jahr dieses Laufereignis organisiert. Um den Weg im Rennen zurück zu legen ist schon sehr cool, denn es gab auch Strecken auf der Route wobei der Weg sehr uneben war, wie über den alten Handelsweg mit den runden Natursteinbrocken! Abwechselnd durch offenes Gelände und dann wieder durch lichte Lärchenwälder gehend, kam ich in Rossboden, beim kleinen Weiler Egga mit einem schönen Blick auf das Fletschhorn (3.985m.ü.M) mit dem beeindruckenden Rossbodengletscher. Es fiel mir auf dass der Berghang von einem dichten Lärchenwald zugewachsen war. Dieser ist entstanden nach Jahren nachdem am 19. März 1901 ein grosser Eis- und Steinsturz stattgefunden hatte von der Unterseite des damals noch viel längeren Gletschers. Es entstanden erhebliche Schäden: 38 Häuser wurden zerstört, viel Vieh getötet und viele Heu- und Grasländer unter einer manchmal schon 50 Meter dicken Schuttdecke begraben. Es war der grösste Gletschersturz der sich je in der Schweiz ereignet hat. Die Eismassen sind während vier bis fünf Jahre liegen geblieben. Ich sah einen grossen Findling entlang dem Weg mit darauf vage das Jahr 1903, der von der Lawine mitgerissen worden war. Die Aussicht auf den imposanten Berg, das Fletschhorn mit dem heute noch immer grossen Gletscher war überwältigend. Es standen einige gemütlich aussehende alte Chalets mit Edelweiss der in einem aus einem Baumstamm geschnittenen Blumenkasten, wuchsen, roten Geranien die am Gartenzaun hingen und mit der Fahne von Simplon-Dorf flatternd an der Fassade. Auch die Aussicht zum Norden, in die Richtung des Monte Leone, war etwas Besonderes.

Der Weiler Egga ist noch nicht sehr alt: es ist gebaut worden nachdem der Gletschersturz von 1597 das ursprüngliche Dorf hatte weggefegt. In der kleinen Kapelle aus 1670 von Egga, die dem Heiligen Johann dem Täufer gewidmet ist, ist ein schöner Altar mit einem farbenfrohen Muster installiert worden. Der Blick auf das Fletschhorn und den Gletscher wird von den wabenförmigen Bleiglasfenstern schön eingerahmt!

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Zwischen Simplon-Dorf und Simplonpass: Blick auf das Fletschhorn und den Rossbodengletscher

Weiter in Richtung des Simplonpasses überquerte ich den Bach der dort die Lagnetscha genannt wird, aber eigentlich Diveria heisst, über eine der vielen Brücken die Napoleon bauen liess. Diese „Ägerbrigga” ist auf derselben Weise gebaut worden wie die anderen Brücken auf dem Napoleonischen Weg: der Bogen zwischen den gemauerten, pfeilerartigen Brückenwiderlagern bestehen aus gehauenen Werksteinen. Die Gehfläche der Brücke ist von steinernen Brustwehrungen abgegrenzt mit an den Aussenseiten turmähnlichen Eckpfosten. In Gegensatz zu den anderen Brücken ist der Mittenteil vom Anfang an gemauert gewesen und nicht aus Holz. Aus strategischer Sicht ist ein hölzerner Mittenteil besser, denn dann ist es möglich um die Brücke schneller unbrauchbar zu machen für den Feind! Der schmale Bach floss ruhig nach dem Südosten, während das breite und grüne Tal sich friedlich in nordwestliche Richtung zum Simplonpass ausdehnte. An jener Stelle hörte ich den passierenden Verkehr auf der Nationalstrasse N9 kaum.

An der Fassade eines Hauses war eine besondere Sonnenuhr angebracht worden: oberhalb der Abbildung eines röhrenden Hirsches war das „Zifferblatt“ mit einem schönen Panorama des Fletschhorns, und der Spruch „Horae Tibi Serenae“ (der meiner Meinung nach etwa bedeutet „die Stunden sind für Dich unbewölkt“). Hier führt der Stockalperweg ziemlich nah an der Nationalstrasse N9 entlang. Die Lawinengalerien sind aslo gut sichtbar. Seit den 1960er bis den 1980er Jahren ist die Simplonstrasse erweitert worden zu Nationalstrasse: es mussten viele Tunnels, Galerien und Brücken gebaut werden. Zu Beginn sah es aus als würde der Passweg an sein Ende kommen durch den Bau des Simplon-Eisenbahntunnels, aber durch den Aufschwung des Autos zeigte sich der Gegenteil als wahr. Es ist ein grosses Kompliment an die Strassenbauer von Napoleon dass der heutige Weg immer noch teils über die alte Trasse verläuft! Ab und zu war der Unterschied zwischen heute und damals gut zu sehen: der Wanderweg führt über einen schmalen Pfad zwischen zwei gestapelten Trockensteinmauern, während die Autos und der Güterverkehr durch die halboffen Galerien rollten! Und das Ganze in der strahlenden Sonne unter tiefblauem Himmel…

Eine halbe Stunde später passierte ich eine andere Erinnerung an längst vergangene Zeiten: ein altes Lager, eine Sust, bei einem anderen Weiler, Engi. Der rechte Teil dieses aus rauem Stein gemauerten Gebäudes stammt aus dem späten Mittelalter und war angeblich als Lager gemeint. Als im 16. Jahrhundert der Handel über den Pass verringerte, ist es umgebaut worden zu Wohnhaus mit Ställen (an der linken Seite). Dendrologische Untersuchungen haben ausgewiesen dass das verwendete Holz aus 1537 ist…! Und dann zu denken dass fast 500 Jahre vorbeigegangen sind zwischen der Vergrösserung der Sust und dem Bau der modernen Lawinengalerie für die Verkehrstrasse. Eine grosse Grasfläche an der Südseite der Weg entlang der Sust wird abgegrenzt von einer ziemlich hohen gestapelten steinernen Mauer. Der Stockalperweg schlängelt sich durch die Landschaft: über Steinwege und über glattpolierte Steinplatten. Irgendwo sah ich ein Warnschild für überquerende Kühe!

Auf dem Hinweg hatte ich aus dem Postauto schon gesehen dass es Militärübungen gab: camouflierte Panzerfahrzeuge standen entlang dem Weg die gerade dadurch sehr auffielen! Auf einem grossen, roten Brett war ein Bulletin geklammert mit den Daten worauf Schiessübungen gehalten werden sollten und welche Wege deshalb gesperrt waren: ab Ende September bis Anfangs Oktober. Es fand sich heraus dass die Übungen vor allem heute ganz präsent sein würden. Andere Wanderer machten mich aufmerksam auf die Möglichkeit dass ich nicht weitergehen könnte…, aber das war schlussendlich nicht so schlimm. A und zu hörte ich einen sssst..! und einen dumpfen bumm, Schüsse, abgefeuert von Infanteriewaffen und echoend gegen die Bergwände. Auch sah ich Militärfahrzeuge fahren. Vom Postauto her hatte ich schon übertrieben camouflierte Wagen gesehen… Ich sah auf der Ebene bei Gampisch dass ein weisser Ballon aufstieg. Ein Wetter- oder Windballon denke ich. Der weisse Punkt verschwand in den Raum zwischen den weissgrauen Berggipfeln… Als auf der Ebene von Gampisch das alte Hospiz, das Alte Spittel in Sicht kam, gab es dort auch viele Soldaten. Sie waren deutlich französischsprachlich; auf meinem „Grüezi mitenand“ folgte ein heiteres „Bonjour“! Das Alte Spittel hat schon eine lange Vergangenheit: dieses markante Gebäude mit fünf Stockwerken und einem kleinen Turm, gebaut aus Granit, ist schon im 17. Jahrhundert von Kaspar Stockalper errichtet worden als Unterkunft für Reisende über den Handelsweg. 1980 ist das Gebäude gekauft worden vom schweizerischen Verteidigungsministerium und restauriert. Das denkmalgeschützte Gebäude wird heute benutzt als Truppenlager, aber es kann auch von Drittpersonen gemietet werden. Das längliche, niedrigere Gebäude, das Barralhaus, das auch auf der Ebene steht ist 1902 gebaut worden von einer schweizerischen katholischen Glaubensgemeinschaft und ist auch vom Militär gekauft worden (2007) als Truppenlager und dazu umgebaut. Die kleine Kapelle ist jedoch erhalten geblieben. Eben wie um Andermatt die Militärverteidigung über das Festungsgebiet Gotthard organisiert wurde, war es bis am Ende des 20. Jahrhunderts das Artilleriewerk Naters gerade oberhalb von Brig, von woraus den Passübergang beim Simplon überwacht werden konnte, zusammen mit dem Fort in Gondo im südlichen Teil des Wallis, grenzend an Italien. Heute war es sehr friedlich und war die Umgebung in alle Richtungen wunderschön!

Von der Alpstafel (Alpe Niwe) stieg es auf einmal an zum Passhöhe. Die Sonne schien auf die schon ein wenig herbstfärbigen Lärchen. Hier war gut sichtbar wie der Weg damals ausgesehen hatte: es lagen breite, flache Steinplatten auf dem Pfad! Auch gab es von Gletschern glattpolierte Felsbrocken, Felshöcker, worüber der Stockalperweg führt. Es fühlt sich speziell an um hier zu gehen in den Fussstapfen von vielen Menschen in den vergangenen Jahrhunderten!

Von der Alpstafel (Alpe Niwe) steig es auf einmal an zum Passhöhe. Die Sonne schien auf die schon ein wenig herbstfärbigen Lärchen. Hier war gut sichtbar wie der Weg damals ausgesehen hatte: es lagen breite, flache Steinplatten auf dem Pfad! Auch gab es von Gletschern glattpolierte Felsbrocken, Felshöcker, worüber der Stockalperweg führt. Es fühlt sich speziell an um hier zu gehen in den Fussstapfen von vielen Menschen in den vergangenen Jahrhunderten!

Der grosse aus Granitbrocken aufgebaute neun Meter hohe Adler beim Simplonpass steht auf einem Hügel wohin ein schmaler und steiler Pfad führt. Dieser Adler ist das Symbol für den Simplon: er schaut in die Richtung von Italien. Das Denkmal ist während der Grenzüberwachung im Zweiten Weltkrieg gebaut worden von der Gebirgsbrigade 11, einem Armeeunterteil der vor allem aktiv war in den Berggebieten des Mittelteils des Kantons Wallis. Bei der grossen Reform der schweizerischen Armee 1995 ist dieser Armeeunterteil aufgehoben worden. Der Adler ist vom schweizerischen Bildhauer und Architekten Erwin Friedrich Baumann (1890–1980) entworfen worden. Auf dem Sockel steht der Text: „In der Freiheit der Berge steht es, ein wuchtiges Mal aus hartem Granit: ein Gedenken treuer Pflichterfüllung, ein dauerndes Mahnen, willig und wach zu sein für unsere Freiheit“. In diesem Jahr, 2019, wird gefeiert dass der Simplon-Adler 75 Jahre besteht: es ist am 10. September eingeweiht worden. Es ist klar dass er letztes Jahr ausgiebig restauriert worden ist! Aus der Nähe ist der Adler noch beeindruckender als von der Hauptstrasse… Am Fuss des Hügels mit dem Simplon-Adler steht ein grosser Findling mit zwei Gedenktafeln. Auf die eine steht bündig „In Dankbarkeit” als Dankeschön der Gemeinden um den Simplonpass. Auf der anderen steht: “Für Frieden in Freiheit – Gebirgsbrigade 11 – 1938–1995“.

Die Aussicht vom Simplonpass ist überwältigend; nach Nordwesten, also in die Richtung von Brig, sah ich in der Ferne die schneebedeckten Berggipfel der Berner Alpen und nach Nordosten, also viel näher, die Gipfel des Monte Leone, des Hübschhorns und u.a. des Chaltwassergletschers. Hiermit wurde die Wartezeit fürs Postauto, zurück nach Brig, zu einer erfreulichen Angelegenheit!

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Beim Simplonpass: Panoramablick über das Tal des Tafernabachs, die N9 über den Simplonpass und die Walliser und Berner Alpen an der rechten Talseite der Rhone

Von Postauto konnte ich noch einmal – zum Schluss – ein nettes Foto machen der imposanten Ganterbrücke im Licht der Nachmittagssonne.

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Zwischen Simplonpass und Brig: Blick auf die berühmte Ganterbrücke aus 1980 über den Ganterbach

Wieder  in Brig konnte ich zurückblicken auf einen fantastischen Wandertag durch eine Gegend wo ich gerne noch viele Stunden verbringen möchte! Das wird schon etwas für ein nächstes Mal sein… Morgen habe ich noch einen Tag bevor ich wieder nach Hause zurückkehre. Damit ist eine wunderbare Reise zu Ende gegangen und auch diese Sommersaison. Ich kann mich jetzt schon freuen auf eine Folge meiner Touren über die Via Alpina im nächsten Jahr…