Voor het blog in het Nederlands a.u.b. hier klikken!
For the the blog in English please click here!

Um die Karte zu vergrössern klicken Sie bitte auf das Kästchen in der linken oberen Ecke. Die grössere Karte wird in einer neuen Seite geöffnet.


Den 14. Juni 2017

Ein Tag um aus zu ruhen….

Gesternmorgen war der Blick aus meinem Hotelzimmer nicht sehr erfreulich. Deshalb entschied ich mich um einen Ruhetag te nehmen.

20170614_113055

Scuol: es regnet…

Ich bin jedoch mit Wasser in Kontakt geblieben durch einen Besuch am berühmten Engadiner Bad, in Vallader Bogn Engiadina, in Scuol. Es ist jedes Mal ein Vergnügen um mich eintauchen zu können in die verschiedenen Wasserbäder: meine bevorzügten Teile sind das Solebad (37° und mit einem Salzgehalt dass man mit etwas Übung sich treiben lassen kann), das Aussenbecken wo man auch im Winter schwimmt in angenehm warmem Wasser und die Berge indessen tief verschneit sind, und der Ruheraum mit einem Kaminfeuer und herrlichen Liegestühlen. Also hochrangiger Wellness! Es gibt auch eine ausgedehnte, schön gestaltete Saunalandschaft, aber davon bin ich nicht ganz begeistert…

Der Faktor “Wellness” ist in Scuol schon seit langem Zeit überall da. Hiervon zeugen auch die grossen Schilder an den Zufahrtstrassen nach Scuol: in Vallader heisst es “destinaziun ‘wellness’ daspö il 1389” oder: “Wellnessziel seit 1389“.

20170611_145359

Scuol: Wellnessziel seit 1389

Wegen einer geologischen Beschaffenheit in gerade dieser Gegend entspringen mindestens 20 Quellen mit hochmineralisiertem Wasser in und um Scuol herum, jede mit ihrer eigenen chemischen Zusammensetzung. Das Engadiner Bad wird vor allem gespeist mit Wasser aus den Tulai- und Chalzine Quellen und eventuell auch mit Wasser aus den Sotsass und Vi Quellen. Alle vier Quellen entspringen innerhalb der Dorfsgrenze von Scuol. Sehen Sie auch die Broschüre die später wiedergegeben wird: “Mineralwasserweg Scuol und Umgebung“. Es handelt sich um Mineralquellen: dieses Wasser hat beim Austritt aus dem Berg eine Temperatur von 5° bis 8°C, stattdessen das Wasser aus Thermalquellen in der Erde selbst erwärmt wird… Im Engadiner Bad wird das kalte Wasser mit einem raffinierten System durch Erdwärme erhitzt zu einer sehr angenehmen Temperatur von 30° und höher. Also: ich habe den Nachmittag in einer sehr behaglichen Weise verbracht.

In Engadiner Bad gibt es auch die Möglichkeit um die verschiedenen gesunden Wasservarianten zu probieren. Ehrlichkeitshalber muss ich gestehen dass ich die Mineralwasser nicht sehr zu schätzen weiss, aber sie sind angeblich sehr erforderlich für die Gesundheit… Es schmeckt ein wenig nach Rostwasser mit einem unangenehm süsslichen Nachgeschmack – der Eisengehalt ist sichtbar durch die rotbräunlichen Ablagerungen in den Schalen. Glücklicherweise ist das normale Hahnenwasser hier sehr schmackhaft, weil es gerade aus den Bergen kommt, ohne dass es die Zeit hatte um die vielen Mineralien in sich auf zu nehmen.

Wegen des hohen Kalkgehalt und die grossen Mengen an Mineralien im Wasser können sich grosse Sedimentstrukturen bilden. Ein imposantes Beispiel davon ist zu sehen im unteren Eingang zum Engadiner Bad: ein enormes Stück Kalksinter aus der Suronnas Quelle östlich von Scuol an den Ufern des Inns.

20170228_122603

Scuol: Ein grosses Stück Kalksinter aus der Suronnas Brunnen in Engadiner Bad

‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒

Den 15. Juni 2017

… und ein Tag um sich wieder auf den Weg zu machen

Heute ist das Wetter viel schöner und deshalb mach ich mich wieder auf den Weg. Auch jetzt bleibe ich in Wassersphären. Ich habe (teilweise) eine der zwei Wanderungen gemacht die entlang den verschiedenen Mineralquellen führen: der “Mineralwasserweg Scuol und Umgebung“. Der Plan ist in der Mitte der Broschüre.

Eine der Quellen am blauen Weg ist die Lischanaquelle. Man kann einen Wasserhahn finden in einem kleinen schmucken Gebäude an den Ufern des Inns – das Wasser ist vom “Hausberg” von Scuol, dem Piz Lischana (3.105MüM) am Südhang des Tales.

Von der Farbe her kann man sehen dass auch dieses Wasser sehr eisenhaltig ist und es schmeckt auch so…

An vielen Stellen unterwegs ist sichtbar wie das mineralhaltige Wasser aus dem Berg fliesst oder glücklicherweise auch gerade aus dem Hahn:

Meine Wanderung verfolgte sich (abseits des geplanten Weges!) dem Inn entlang zur kleinen Ortschaft Sur En, wo in dieser Woche ein internationales Bildhauersymposium organisiert wird: mehrere Künstler waren beschäftigt mit der Schaffung von Statuen aus Holz, Marmor u. dgl. Das Getöse von Kettensägen und Steinmeisseln erschallte zwischen den Berghängen. Manche Statuen waren schön. Auch war im Rahmen der Erhaltung von alten Traditionen ein sogenannter Kohlenmeiler aufgebaut worden um Holzkohle zu erzeugen. Dieser Kohlenmeiler qualmte schon ausgiebig – es sah schon richtig aus wie Holzkohle!

Nach einem kurzen Aufenthalt auf der Terrasse des naheliegenden Hotel Val d’Uina bin ich zurückgegangen nach Scuol entlang dem Inn und den sonnenüberfluteten Wiesen mit vielen Blumen. Auch dieser Tag war wiederum schön!