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Den 8. Dezember 2019

Über Wüsten und Weltmeere zur “Garden City”

Am letzten Freitag den 6. Dezember stieg ich um 06.00 Uhr am Bahnhof Arnhem in den Intercity in Richtung von Schiphol Airport für meine erste grosse Flugreise je: die wenigen kurzen Flugtrips von Rotterdam Airport nach London jeweilig Paris in den 1980er Jahren zahlen letztlich nicht mit… Aber jetzt machte ich mich auf dem Weg nach Neuseeland um dort die Alpen auf der Südinsel zu besuchen – ja, dort gibt es auch Alpen und es ist dort jetzt Sommer!

Nach dreiviertel Jahr von Vorbereitung abgewechselt von einer Einstellung wie „wir werden schon sehen was passt beim Bild das ich mir von den Alpen gemacht habe“ war es schliesslich so weit. Also nach einem Umstieg in Utrecht (wo es eine Durchsage gab dass der internationale Zug nach Frankfurt abfahren würde aus Gleis „so viel“, wodurch ich etwas wie Melancholie spürte!) stand ich gegen halb acht auf Schiphol, bepackt mit einem Koffer (maximal 23 Kilo), Rucksack und meiner Meinung nach allen benötigten Dokumenten, der seit dem 1. Oktober obligatorischen ETA (Electronical Travel Authority for New-Zealand) inklusive. Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee mit einer Freundin, Inma, die auf Durchreise nach Spanien war, meldete ich mich beim Abfertigungsschalter von Cathay Pacific. Hier zeigte sich jedoch ein ganz grosses Problem. Ich hatte dieses ETA Dokument rechtzeitlich beantragt – es sollte digital in meinem Pass aufgenommen werden. Om halb zehn stand ich als eine der ersten beim Abfertigungsschalter von Cathay Pacific, aber es fand sich heraus dass ich bei meiner Anfrage der ETA eine Buchstabe in meinem Passnummer vergessen hatte ein zu geben…: keine ETA – keine Abreise! Ich dachte etwas panisch dass ich mein „Freie-Fahrt-Tages-Billett“ in der 1. Klasse der NS auch anwenden sollte um nur zurück zu fahren nach Arnhem und mich dort bei meinen Weihnachtsbäumen hin zu setzen und also kiwi no go… Die einzige Möglichkeit war um die ETA aufs Neue an zu fragen – über den offiziellen Weg sollte das „wegen grosser Nachfrage“ zehn Tage dauern, während ich nur zwei Stunden hatte – als ich die Anfrage einleitete war es natürlich auch schon am Abendende vor Ort…! Mittlerweile empfing ich WhatsApp-Berichte von Freunden um mir Gute Reise zu wünschen und sass ich gefangen in einer Panik inmitten der grossen Menschenmengen am Flughafen… Jedoch fing ich an, nach einigen Momenten von Tränen und kurzen Einblicken von Weihnachten an einer Stelle wo ich an jenem Moment gar nicht sein möchte, mal zu Googlen und dort gab es die Webseite von e-visum.nl! Wie eine Ertrinkende ergrief ich diese Chance und wider meiner Gewohnheit um zwar über mein Handy meine Kreditkarte zu benützen hatte ich, nach dem Ausfüllen des Formulars und einem Telefonat mit einem freundlichen Herrn der Organisation, meine ETA als Download auf meinem Handy! Ab jenem Moment hatte ich das Gefühl dass nichts auf dem ganzen Weg noch schief gehen konnte, auch am Moment als die Dame am Schalter meinte dass der Null eine kleine Buchstabe „o“ war und dass es wieder nicht in Ordnung war. Glücklicherweise war das Einchecksystem zufrieden. Nachher habe ich mich noch einige Male gesehnt nach dem unkomplizierten Bahnreisen wegen der endlosen Protokolle beim Gepäck-Einchecken , x-raying (meine hohen Wanderschuhe sollte ich eben ausziehen!) usw., aber schlussendlich war boarding time da. In Schiphol war das Wetter trüb und es war 5 Grad C. In der Economyclass hatte ich einen Sitzplatz am Gang und konnte ich mich beschäftigen mit dem Unterhaltungszentrum an der Lehne des Sitzplatzes vor mir. Es zeigte sich heraus dass wir die Route über Groningen, Norddeutschland, zwischen St. Peterburg und Moskau nehmen würden – nach 11 Stunden kam Hongkong in Sicht. Das Interessante im Unterhaltungzentrum ist nicht nur die Möglichkeit um Filme an zu schauen, aber auch um die Flugroute zu checken. Beim Hineinfliegen der Mongolei erklangen viele laute Signale: seat belts anschnallen, denn es gab Turbulenz zwischen der Wüste Taklamakan (das heisst wörtlich: man kann hineingehen, aber man kommt nicht lebendig wieder heraus – das Meer des Todes) und der Wüste Gobi (ebenso tödlich als die Wüste an der westlichen Seite). Ich konnte es nicht lassen um mal nach zu schauen wo Scuol war! Weiter war alles ruhig in diesem grossen Flugzeug voller Passagiere…

Um 7 Uhr am Morgen Lokalzeit landeten wir in Hongkong – die Sonne ging gerade auf. Dann fing das grosse Warten an, denn ich hatte einen achtstündigen Stop-over… Welch ein gigantischer Flughafen ist Hongkong! Dazu ist eine grosse künstliche Insel im Meer in der Nähe der Stadt gebaut worden. Das Ganze sieht überdimensioniert aus – eben wie der Weihnachtsschmuck, der hier irgendwie out-of-place scheint. Nachdem ich mich die Geschäfte in den vielen shopping malls in Erstaunen angesehen hatte habe ich mich in aller Ruhe hingesetzt auf eine der vielen Loungebänke und habe geschaut wie die Welt an mich vorbeizog. Ab und zu bin ich bestimmt auch mal eingenickt, während ich angenehm hinter den grossen Fenstern an der Sonne sass… Es gab jedoch ein Ruhepunkt in dieser Hektik: ein multireligiöser “Prayer room“. Auf einem Schild beim Eingang zu diesem heller und vor allem ruhigen Raum stand u.a. dass die “Airport Chaplaincy” (Flughafenseelsorge) des “Hong Kong Six Religious Leaders Colloquium“, bestehend aus Katholiken, Muslime, Taoisten, Reformierten, Konfuzianer und Buddhisten, diesen Gebetsraum 24/7 geöffnet hat um die religiöse Harmonie und Dialog in Hongkong zu fördern. Als ich hineintrat sas sein junger Mann unter dem Überschrift “KIBLA“, mit einem Pfeil an der Decke: die Richtung von Mekka für das Gebet. Ich setzte mich eine Weile hin auf einem Stuhl an der Wand und spürte die Ruhe des Raumes – das war angenehm. Ein zweiter Mann trat herein und setzte sich im Lotossitz hin. Auch davon ging Ruhe aus. Gegen drei Uhr am Nachmittag konnten wir in grossen Gruppen einchecken für den Flug von Hongkong nach Auckland. Im Nachmittagslicht war die grosse Brücke die Hongkong mit Zhuhai und Macau verbindet gut sichtbar. Einmal im Flugzeug schaute ich abermals aus dem Fenster und sah auch noch eine Luftseilbahn zu einem Berggipfel gehen: die Luftseilbahn zu was ich später herausfand Ngong Ping Village. Ich war froh dass wir wieder weiter reisen konnten.

Während des grössten Teils der Reise von Hongkong nach Auckland habe ich gut geschlafen – es gab nicht viel zu sehen, ausgenommen Wolken und darunter Meer und immer wieder Meer! Ich habe mich jedoch auch die neueste Fassung des Films The Lion King (2019) angeschaut – schon eine Vorbereitung zu dieser zweifelsohne spirituellen Reise nach Neuseeland! Als wir um halb acht – wieder am frühen Morgen! – landeten in Auckland war ich gut erholt.Neuseeland schaut mit Recht ganz präzise zu auf Sachen die Reisenden ins Land hineinbringen welche schädlich sein könnten für die Umwelt und bestimmt auch für die Landwirtschaft und Viehzucht: im Flugzeug hatten wir alle einen Fragenbogen ausfüllen müssen mit Fragen wie wofür wir nach Neuseeland reisten, wohin wir reisen wollten, und vor allem ob wir Fleisch, Käse, Früchte uns. Bei uns trugen, oder eben Campingausrüstung welche „ Keime“ in sich tragen konnte. Bei Verstoss gegen das Verbot um solche Sachen mit zu führen wird eine Geldstrafe erhoben von NZ$ 400 (ungefähr € 240). In den Korridors zur Transithalle und zur Gepäckabgabe standen grosse Abfallcontainer wo Passagiere die unerwünschten Ware hineinwerfen sollten. Mein letztes Butterbrot und der Honig vom Frühstück habe ichweggeworfen… Zum Glück erschien mein Koffer rasch auf dem Fliessband und konnte ich weiter gehen zur nächsten Phase, ohne dass der diensthabende Gepäckhund ihm Aufmerksamkeit widmete. Bein Auschecken war ein andere Hund sehr interessiert an meiner Handtasche, aber bei der Kontrolle war nichts Falsches dabei. Ich musste schon beim Verlassen des Flughafens die Unterseite meiner Wanderschuhe zeigen: im Profil war keine Erde zu spüren. Nach diesen Formalitäten verliess ich schlussendlich den internationalen Flughafen, kam ich an die frische Morgenluft und ging zu Fuss zum Inlandflughafen. Es fühlte sich ein wenig an wie Frühling in Südfrankreich. Auch hier konnte ich mich nicht satt sehen, denn ich sah mir bekannte Bäume und Pflanzen, aber auch sehr viele wovon ich den Namen absolut nicht kannte! Amseln sangen wie bei uns im Frühling. Grossartig! An einer Stelle blühte noch eine einzige wunderschöne Schwertlilie: eine Afrikanische Schwertlilie (Dietes vegeta). In der Abflughalle von Air New Zealand gab die Uhr Sonntagmorgen halb neun an! Zeitreisen ist also möglich… Ich trank einen guten Kaffee – einen “long black“, einen doppelten Espresso mit einem Shot Wasser – und hatte auch noch einen schmackhaften Kuchen dazu.

Weil ich richtig viel Zeit genommen hatte für den Stop-over ins Flugzeug von Auckland nach Christchurch konnte ich mich schon gewöhnen zur relaxten way-of-life der Neuseeländer. Hier war wenig zu spüren der Hektik von Schiphol Airport oder Hongkong! Um 13.00 Uhr konnten wir an Bord gehen des viel kleineren Flugzeuges – ich sass ganz hinten, am Fenster. In den etwa kürzer als eineinhalb Stunden dass die Reise dauerte leidenten wir unter den kräftigen Wind, bestimmt oberhalb der (von den Wolken überdeckten) Meeresenge zwischen der Nord- und der Südinsel (auf Englisch Strait Cook, die Cookstrasse). Der Captain hatte uns schon gewarnt dass wir „”a few bumps“ erleben konnten – wir wurden tatsächlich kräftig durcheinandergeschüttelt… Aber in der Nähe von Christchurch wurde die Sicht besser und konnte ich das breite Flussbett des Waimakariki Flusses unter mir sehen, der in der Māori Sprache „Fluss des kalten, rasch fliessenden Wassers“ heisst. Es ist ein sogenannter verflochtener Fluss, wovon es so viele Flüsse gibt in Neuseeland: viele kleinere und grössere Flüsse die um provisorische Insel aus Sedimenten mäandern, zu vergleichen zu einer Flussdelta aber dann über die gesamte Länge des Flusses. Es hatte hier in den vergangenen Tagen kräftig geregnet, deshalb was das Wasser braun vom Schlamm. Ich konnte auch sehen dass das Hinterland von Christchurch, die Region Canterbury sehr landwirtschaftlich ist: mit vielen Wiesen die abgegrenzt waren von hohen, dunklen Hecken. Nicht alle Parzellen waren geradeeckig; ich sah auch einige die eiförmig oder kreisförmig waren, und dann verteilt als Tortenstücke! Aus der Höhe waren weisse und dunkle Fleckchen sichtbar: es waren Schafe!

Oberhalb von Auckland: schön um am kleinen Fenster zu sitzen und in die weite Umgebung unter mir zu schauen!

Nachdem ich auch hier mein Gepäck rasch gefunden hatte, rief ich der Anweisungen meiner Reiseorganisation Riksja Travel nach ein Gratis-Nummer an um ein Taxi zu bestellen das mich zu meiner ersten Unterkunft bringen zollte. Ich war froh dass ich nicht gleich selber fahren brauchte! Das Taxi kam nach einer kurze Weile und setzte mich ab bei einem italienisch aussehenden Motel mit Zimmern um einem Innenhof (Towers on the Park), das ganz in der Nähe des grössten Park von Christchurch liegt, beim Hagley Park. Dort bin ich hingegangen nachdem ich mich erst sommerlich angezogen hatte (die Sonne und die Wärme waren schon ein Luxus!) – ich bracuhte nur mal die breite Strasse zu überqueren! Der grüne Park von fast 165 Hektaren der 1855 entstanden ist und für jeden zugänglich ist, ist eine Oase der Ruhe. Er war ausgedehnt, grün und wundervoll gepflegt. Es gibt auch Sportfelder. Dort wachsen nicht nur europäische Bäume, wie gigantische Europäische Eichen (die gerade verblüht waren und schon ganz kleine Eicheln hatten) und eine Rosskastanie mit schönen weissen Blütenständen, aber auch viele einheimische Baumarten, wie der neuseeländische Christmas Tree (Metrosideros excelsa), auf Māori Pohutukawa, ein immergrünen Baum mit flammend-roten Blüten die während der Weihnachtszeit blühen – deshalb der Name – und der em>Cabbage Tree (Cordyline australis). Unter einer grossen Eiche stand eine Erinnerungsäule: diese war am 16. Dezember 1908 errichtet worden von der em>Canterbury Old Colonists Association um die Stelle zu markieren wo 1851 die ersten settlers ihre Hütten gebaut hatten… Für mich war es ein erstes Zeichen dass es nur vor Kurzem war dass die Geschichte der Europäer in diesem Land angefangen hat!

Der Botanisch Garten von 30 Hektaren liegt in einer Krümmung des Flusses Avon und grenzt an den Hagley Park. Dieser Garten is 1863 gegründet worden und ist ein Paradis von Bäumen und Pflanzen in vielen Farben, mit verschiedenen Themagärten und von Wasserpartien. Es war eine Wonne um herum zu wandern und die Kombination von Flora aus der Alten und der Neuen Welt zu sehen. Auch hier wuchs und blühte alles ausgiebig! Auffällig waren die grossen Büschel mit Mountain Flax (Phormium colensoi) oder Wharariki auf Māori, wovon manche grosse gelbe Blumen auf einem langen Stiel hatten und andere grosse rote Blumen. Auch blühten wunderschöne violette Schwertlilien und ganz grossgewachsene Exemplare des Mammutblattes (Gunnera), wie sie auch in Europa wachsen. Schmale mäandernde Pfade führten hier und da über kleine steinerne Bogenbrücken – im Licht des späten Nachmittags schon schöne Bilder!

Im Botanischen Garten gibt es auch viele Verweisungen zur Māori-Kultur.  

Viel Aufmerksamkeit wird den Kunstformen der Māori gewidmet: ein schön stilisierter Farnblatt aus hellgrünem Metall der sich entfaltet – ein Symbol von neuem Leben für die Māori und eine mit spirituellen Motiven geschmückten steinerne Säule bei einem Brunnen der für die Māori eine geweihte Stelle ist: „Te Puna Ora“, “the spring of life“. Daneben wuchsen schöne weisse Rengarenga (Arthropodium cirratum), eine einheimische Lilienart, die eine wichtige Rolle spielt für die Māori. Ein anderer einheimischer Baumfarn ist der Golden Baumfarn (Dicksonia fibrosa), wovon irgendwo ein ganz grosses Exemplar an einer auffälliger Stelle stand. Es war wunderbar um dort herum zu gehen in den frühen Sommer und um zu sehen wie in den Teichen die gewöhnliche europäische Enten mit Jungen herumschwammen und auf dem Gras herumstreiften.

Obwohl sie ursprünglich aus Australien stammen, gedeihen die Eukalyptusbäume hier auch sehr gut. Es wachsen einige ganz hohe Bäume im Botanischen Garten, die hier schon lange Zeit stehen!

20191208_182112_new - Neuseeland - Christchurch - Botanischer Garten - Eukalyptus
Christchurch: Panoramabild eines gigantischen Eukalyptusbaum im Botanischer Garten

Seit 1901 hat im Botanischen Garten ein kleines Forschungszentrum gestanden für das Erforschen des Magnetismus der Erde: das Magnetic Oberservatory. in November jenes Jahres haben Mitglieder der Discovery Antartic Expedition unter Leitung von Captain Robert F. Scott und Ernest Shackleton in diesem Zentrum ihre Instrumente kalibriert. In den mehr als hundert Jahren nachdem haben auch andere Antarktika-Forscher dieses Gebäude benutzt, das früher Teil eines grösseren Komplexes war. 1970 fiel das Grundstück an die City Council zurück und war nur der Schuppen noch übrig. Es gibt Pläne um in diesem etwa schweizerisch anmutenden Chalet eine Exposition ein zu richten um auf dieser Weise die Verbindung zwischen Christchurch und dem Antarktika zu betonen. Deshalb werden Sponsoren gesucht. Om die historische Verbindung zu erhalten hat die Leitung des Botanischen Gartens neben am Observatorium eine Wetterstation eingerichtet, die täglich Daten über Luft-, Gras- und Bodentemperaturen, Windrichtung und -geschwindigkeit, Sicht und Verdunstung weiterleitet zum National Institute of Water and Atmospheric Research (NIWA) in Wellington.

20191208_184816 - Neuseeland - Christchurch - Botaniser Garten - Magnetismus - Antartika
Christchurch: im Botanischen Garten steht ein kleines Gebäude (Magnetic Observatory) wo ab 1901 die Instrumente kalibriert wurden für die Expeditionen nach Antarktika

Eine andere Besonderheit ist der Pavillon mit der World Peace Bell, der Weltfriedenglocke. Die Geschichte ist die folgende: in der Nachfolge des Zweiten Weltkrieges hatte ein Bürgermeister einer japanischen Stadt eine Geste von Frieden machten wollen zu den gerade gegründeten Vereinigten Nationen. Er rief dazu die Mitglieder der VN auf um Münzen zu spenden, die als Grundstoff für die Glocke dienen sollten. Er möchte damit die Wichtigkeit von Frieden betonen und die Welt bewusst machen der Gegebenheid dass es nie wieder einen Atomangriffe geben sollte wie 1945 auf Hiroshima und Nagasaki. In Juni 1954 wurde die Glocke den VN offeriert und in der zentralen Halle des VN-Hauptquartiers aufgehängt. 1982 ist die World Peace Bell Association gegründet worden mit dem Ziel die Welt zu schützen für das Böse eines Nuklearkrieges und auch in anderen Ländern eine Weltfriedensglocke zu installieren. In Neuseeland hat dies 2006 stattgefunden: im Botanischen Garten ist diese Glocke aus Bronze mit einer Länge von einem Meter, etwa über 60 Zentimetern breit und mit einem Gewicht von 365 Kilogramm, aufgehängt worden. Die Glocke ist inspiriert worden von den Glocken die in japanischen Tempeln hängen. Unter der Glocke ist ein Kreis eingelegt worden mit Māori Jade, dem berühmten greenstone oder Pounamu, der für Māori von grosser spiritueller Bedeutung ist. Die Association hat Christchurch dazu ausgewählt, weil sie seit 1982 die erste Stadt ist die sich für Atom-frei erklärt hat und seit 2002 eine Friedensstadt ist. Das Ganze beeindruckt sehr durch die schweren Glocke in solch einer luftigen und hellen Konstruktion: die Wichtigkeit um Frieden nach zu streben ist ausserordentlich gross… Nachher überquerte ich über eine elegante Brücke den Fluss Avon, die ruhig und friedlich im goldenen Abendlicht weiterfloss. Das passte sehr gut zur Gedanke an die Friedensglocke!

Am nächsten sah ich ein Erinnerungsdenkmal in Form eines runden Tempels oder Musikpavillons, der „Bandsmen Memorial Rotunda“: eine Ehrung für die aus der Region Canterbury stammenden Mitglieder der Militärkapellen die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Sie waren vor allem beteiligt in den Schlachten in Gallipoli und im belgischen Passendaele. Ich fand es eine ganz traurige Gedanke dass ich ganz zur anderen Ende der Welt gereist bin um auch dort zu entdecken wie gross der Impakt des Ersten Weltkrieges – ein richtige Weltkrieg gewesen ist – und dass im Ganzen mehr als 100.000 neuseeländischen Soldaten 1914–1918 in Europa gekämpft haben… Auf einer Tafel stand eine rührende Geschichte eines Kriegsveteranen über die moralische Unterstützung die die „bandsmen“ ihnen als Kämpfer gegeben haben. Das Denkmal ist 1926 enthüllt worden.

Es blieb natürlich noch lange hell, aber ich bin ziemlich rasch ins Bett gegangen. Ich spürte zwar keinen Jetlag, aber für den ersten Tag hatte ich reichlich schöne Eindrücke bekommen. Welch ein wunderbarer Anfang dieser Reise!