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Den 7. Mai 2018

Kirchen, Berge und Meeresblick

Heute Nachmittag um 15.10 Uhr bin ich ganz gemäss dem Dienstplan in Trieste angekommen nach einer gut verlaufenden und interessanten Zug- und Busfahrt. Die Reise fing gestern, am Sonntagmittag, an mit einem Trajekt im internationalen Regio-Express von Arnhem nach Düsseldorf, und weiter nach Köln.

Es war ein Vergnügen um sich die vorbei eilende Landschaft an zu schauen: ein strahlend blauer, wolkenloser Himmel mit all dem frischen Frühlingsgrün. Es gab weisse Wolken von blühenden Weissdorn Bäume, abgewechselt mit geradegezogen gelben Flächen von blühendem Raps. Auch Köln war schön. Ich hatte noch viel Zeit bevor der Nachtzug nach Kufstein abfuhr, so dass ich den Bahnhof verliess um zur prachtvollen Domkirche zu gehen. Es war voller Menschen die auf den Treppen zum Dom sassen und die Sonne genossen. Der Dom ist teilweise im Gerüst ‒ es ist ein Aberglaube dass, wenn die Domkirche fertiggebaut worden ist, die Weltuntergang bevorsteht…

Einige Eindrücke:

Einen kleinen, aber eindringliche Blick in die jüngste Geschichte bietet eine grosse Vitrine an der westlichen Seite der Kirche. Hier wird anhand Bilder in schwarz-weiss gezeigt welche Verwüstungen die Zweite Weltkrieg der Domkirche aber vor allem der Umgebung zugebracht hat.

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Köln: So sahen Dom und Umgebung aus gerade nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach einer langen, etwa unruhiger Zugreise durch die Nacht, schien die Sonne wieder ganz heiter über erneut blühende Weissdorn Bäume, abgewechselt mit geradegezogen gelben Flächen von blühendem Raps, aber jetzt in Süd-Deutschland. In Österreich erblickte ich die ersten schneebedeckten Bergspitzen, später sah ich noch mehrere, mit Gletschern und Wasserfällen. Der Zug fuhr via Salzburg durch bekannte Wintersportgebiete von Österreich nach Villach in Karintien. Dort stieg ich um in einen Schnellbus nach Udine. Es war ein doppelstöckiger Bus – für mich war ein Platz reserviert worden auf der ersten Reihe: im oberem Stock und voran! Die Fahrt über ungefähr 120 Km dauerte etwas länger als eine Stunde und war hauptsächlich auf der Autobahn A23 mit Maut, wobei der Bus Vorrang hatte.

Wir fuhren durch eine wunderschöne Landschaft die schon deutlich die Zeichen der Dolomiten kannte: hohe Berge und das breite Flussbett des Tagliamento Flusses mit verblüffend grünblauem Wasser.

Ich sah Ortsnamen angeschrieben die ich erkannte als Orte entlang der Via Alpina: Tarvisio auf dem Roten Weg (Etappe R15) und Tolmezzo auf dem Gelben Weg (Etappe B12). In Udine gab es nicht länger Weissdorn und Raps die blühten, sondern Holunder und Lindebäume. Es gibt Palmen und Olivenbäume: wir sind im Süden angelangt!

Am Bahnhof von Udine schien mein Mangel an Kenntnis vom Italienisch mir zu hindern, aber glücklicherweise sprach der Herr am Schalter auch Englisch und war angeblich bekannt mit den Prinzipen der Niederländischen Bahnkarte Railplus und deren Anwendung. (Plötzlich konnte ich merkwürdigerweise nur noch auf Rätoromanisch denken…!) Vom Zug aus sah ich vielerlei Highlights die ich bei meinen Vorbereitungen schon begegnet hatte, aber es war vor allem der Blick aufs Mittelmeer der mich erfreute.

Mein Hotel, Hotel Centrale, liegt ganz in der Nähe einer Kirche mit einer beeindruckenden Fassade, die dem St. Antonius Thaumaturgus gewidmet ist an wem viele Wunder zugeschrieben worden sind. Das Hotel ist im gelben „Palazzo“ an der rechten Seite der Kirche.

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Trieste: Die Kirche zum Hl. Antonius der Wundertäter

Von der Kirche her blickt man über den Canal Grande (ja, auch hier!) und hat man einen fantastischen Blick aufs Meer – aber vom Meer her auch auf die Kirche.

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Trieste: Der Canal Grande mit der Kirche zum Hl. Antonius

Das Wetter war angenehm warm und in der Stadt war es sehr lebhaft, auch an beiden Seiten des Wassers. Dort gibt es viele gemütliche Terrassen mit gutem Essen und Trinken. Es gibt jedoch eine Terror von Tauben die zum Schrecken der Gäste kämpfend über den Tischen rollen um die letzten Krümel zu bekommen…

Ich bin mir sicher dass es hier ein angenehmes Verbleiben wird in den kommenden Tagen!