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Den 24. Juli 2017

Über den Flüela Pass zur Schule

Mein erster Schultag des Intensivkurses Rätoromanisch, Vallader (“Cuors intensif Vallader“) ist vorbei! Heute Morgen um 9 Uhr sass ich mit mehr als 130 anderen “SchülerInnen” im Auditorium des Schulhauses in Scuol, alle begeistert um das Rätoromanisch dieser Gegend im Engadin (noch besser) zu lernen. Bevor wir offiziell willkommen geheissen wurden, trafen die meisten MitschülerInnen des vorigen Jahres einander – zur Freude von uns allen. Einmal in der Klasse wurde es uns rasch klar dass bei vielen von uns (mir einbegriffen) die Elementarkenntnis des Valladers ziemlich tief versunken war… Da ist harte Arbeit angesagt während dieser fünf Tage ohne viel Raum für Wandern. Einziger Trost: das Wetter ist im Moment nicht gerade einladend zu grossartigen Abenteuern in der frischen Luft…

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Scuol: Das Schulhaus in Scuol, den 27. Februar 2017 – heute regnete es…

Gestern bin ab Sargans nach Scuol gereist, nicht via den schnellen, direkten Weg (mit dem Zug durch den Vereina Eisenbahntunnel), aber mit einem Umweg über Davos und weiter mit dem Postauto über den Flüelapass nach Scuol. Diese Reise hatte ich schon lange machen wollen! Es wurde ein besonderes Erlebnis. Erneut war ich davon fasziniert dass es auch an dieser Passhöhe (2.383m ü.M.) eine europäische Wasserscheide gibt: das Wasser an der Seite von Davos fliesst durch den Flüelabach in den Rhein (und die Nordsee) und das Wasser an der Seite des Unterengadins fliesst durch den Susascabach in den Inn (und via die Donau ins Schwarzen Meer). Auch die Tatsache dass dieser Passübergang schon in der Bronzezeit benutzt wurde (man hat eine bronzene Speerspitze aus dieser Periode aufgefunden) und dass wir jetzt in der Lage sind um relativ einfach über die (in 1867 angelegte) Passstrasse von Davos ins Unterengadin zu reisen, regt die Vorstellungskraft an. Der Flüelapass ist nur während der Sommermonate geöffnet: seitdem der Vereinatunnel zwischen Klosters und Sagliains im Unterengadin in November 1999 eröffnet ist, ist es nicht länger notwendig um den Pass auch im Winter offen zu halten (es besteht in diesem Gebiet eine grosse Lawinengefahr). Das Gebiet ist unberührt und grandios. Von der Passhöhe in Richtung Susch gibt es im Val Susasca einige Seitentäler, wovon vor allem das Val Grialetsch beeindruckend ist. Am Talbeginn ist der Piz Grialitsch (3.131m ü.M.) mit seinem Gletscher. Hiernach einen Eindruck:

Die kommenden Tage werde ich mich beschäftigen mit dem Studium des Valladers. Aber in Kurzen melde ich mich wieder. A revair – auf Wiedersehen!