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Den 4. Januar 2021

“Väterchen Rhein”

Der Fluss Rhein entspringt an der Grenze zwischen den Schweizer Kantonen Uri und Graubünden in der Nähe des Oberalppasses: in einem der kleineren Bergseen südlich des Passes, im Tomasee. Nach einer langen Reise durch Deutschland mündet der Rhein schlussendlich bei Hoek van Holland in die Nordsee! Ein Teil des Wassers jedoch fliesst an Arnhem vorbei – dort heisst der Fluss der Nieder-Rhein…

An verschiedenen Stellen des Laufes des Rheins (in der Schweiz) bin ich gewesen oder habe ich gewandert: ein schönes Erlebnis. Eine kurze Übersicht.

Ich habe zweimal die Gegend wo der Rhein entspringt besucht: am Oberalppass, wo einigermasse out-of-place ein Replikat des alten Leuchtturmes von Hoek van Holland aufgestellt worden ist um die Verbindung zwischen Quelle und Mündung zu zeigen: das erste Mal als ich am 21. September 2018 mit dem Glacierexpress (der auch wohl liebevoll „der langsamste Schnellzug der Welt“ genannt wird) von Brig nach Chur reiste, und das zweite Mal als ich am 27. September 2019 von Andermatt über den Höhenweg zum Oberalppass gewandert bin und ich den Leuchtturm aus nächster Nähe betrachten konnte…

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Oberalppass: das feuerrote verkleinerte Modell des alten Leuchtturms von Hoek van Holland als Markierung der Rheinquelle

Vom Oberalppass fliesst der noch junge Rhein durch eine beeindruckende Schlucht, die Rheinschlucht, oder auf Rätoromanisch jener Region: die Ruinaulta. Die tiefe Schlucht (ungefähr 400 Meter tief und 13 Kilometer lang) ist dadurch entstanden dass der Rhein während vieler Jahrtausende sich einen Weg geschliffen hatte durch das Kalkgestein eines grossen Bergsturzes vor ungefähr 10.000 Jahren (der „Flimser Bergsturz”genannt). Die schönste Sicht auf diese grauweisse steil aufragende Felswände und das hellblaue Wasser hat man aus dem Zug!

Ab Chur fliesst der Rhein durch ein ziemlich breites Tal, das wegen seines besonderes Mikroklima sehr gut geeignet ist für Weinanbau. Etwas stromaufwärts des Städtchen Sargans biegt der Fluss nach Norden ab und bildet dort die Grenze zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz. Etappe 2 des Grünen Weges des Fernwanderweges Via Alpina führt von Vaduz nach Sargans – diese Etappe habe ich am 22. Juli 2017 gewandert: es gibt eine wunderschöne überdeckte (Fussgänger-)Brücke über den Rhein. Von Schweizer Ufer hat man eine beeindruckende Sicht auf das Schloss von Vaduz.

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Sevelen (CH): die Holzbrücke über den Rhein mit den steilen Berghängen an der liechtensteinischen Seite

Der Rhein mündet in den Bodensee, der die Grenze bildet zwischen Österreich im Osten, Deutschland im Norden und der Schweiz im Süden. In Konstanz, an der westlichen Seite des Bodensees, ist der Punkt wo der Rhein offiziell befahrbar wird: bei der Brücke über den dort weiterfliessenden Rhein steht deshalb das Schild mit der Andeutung „0“ (Null Kilometer). Bei Hoek van Holland steht das Schild mit „1071“ – der Fluss hat noch einen weiten Weg zu gehen!

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Konstanz: die Verkehrsbrücke über den Rhein vom Bodensee gesehen mit an der linken Seite dem Rheintorturm

Am 7. Juni 2019 habe ich eine Schiffsreise gemacht über die Strecke des Rheins zwischen Konstanz und Schaffhausen – eine idyllische Tour mit, als Höhepunkt, den Wasserfällen bei Schaffhausen…

Nach dieser Wassergewalt ist der Rhein bei Basel schon viel breiter und ruhiger! An einem sommerlichen Tag, es war am 22. Juni 2018, übernachtete ich auf Durchreise in Basel, in der sonnigen, schon ganz alten und gemütlichen Stadt. Ich habe damals auch mit der kleinen Fähre den Fluss überquert vom rechten Ufer, vom Stadtteil das Kleinbasel genannt wird, zum linken Ufer, zum Stadtteil St. Alban. Die Sonne schien und der Himmel war blau – etwas ganz Festliches!

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Basel: mit der Fähre über den Rhein – Blick stromaufwärts mit links dem Büroturm des pharmazeutischen Konzerns La Roche

Nach diesem Streifzug entlang dem Rhein, stromabwärts, wie eine Art Reise „down memory lane“, ist es Zeit für neue Reiseberichte!