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Den 16. Juni 2017

Naturschutz und Radrennfahren

Das Wetter schien etwa unbeständig, also beschloss ich um mich etwas tiefer zu beschäftigen mit dem Schweizerischen Nationalpark (SNP), dessen Besucherzentrum in Zernez ist.

Ich stieg etwas später als geplant in die Schmalspurbahn der Rhätische Bahn die hier liebevoll “die kleine Rote” genannt wird, nach Zernez. Einer der Vorteile des Aufenthalts in Hotel Altana und noch 11 anderen Hotels in der Umgebung von Scuol – und nicht nur aus finanzieller Sicht, aber bestimmt auch aus Umweltüberlegungen – ist dass die Gäste eine Karte bekommen um gratis zu reisen mit dem regionalen öffentlichen Verkehr: Engadin Mobil. Das heisst gratis fahren im ganzen Unterengadin, Samnaun und im Val Müstair. Ich benutze die Karte immer in Dankbarkeit.

Um 11.15 Uhr kam ich an im Bahnhof Zernez und machte mich auf den Weg zum SNP Besucherzentrum. Ich war erstaunt um Massen von Folgewagen, übergrosse Teambusse und entlang der Strassen viele Absperrgitter zu sehen. Zernez war heute der Start der 7. Etappe der Tour de Suisse! Um 12.00 Uhr sollte das Peloton sich melden ganz nah beim Besucherzentrum, bevor es später weiter im Dorf antreten sollte zum Start Ich verschanzte mich vor dem Besucherzentrum. Da gab es einen richtigen Zirkus voller Spannung mit Fans aller Art, Unterhaltung, aber auch Gemütlichkeit, während die Radrennfahrer in kleinen Gruppen kamen um sich zu melden. Und wer stand da mit einer grünen Kappe des Hauptsponsors auf dem Kopf am Strassenrand die niederländischen Radfahrer von Lotto-Jumbo laut an zu feuern: “Zet ‘m op! Veel succes!” (“Gib dein Bestes! Viel Glück!”) – also… ja: das war ich… Ich wurde für meine Begeisterung belohnt mit einem freundlichen Lächeln von Steven Kruiswijk.

Als diese Party vorüber war, habe ich wie ursprünglich geplant das Besucherzentrum des Schweizerischen Nationalparks besucht. Der Areal des Nationalparks, das in 1914 gegründet wurde, beträgt 170,3 km2 (17.030 Hektare) zwischen dem Unterengadin (Scuol – Zernez – S-chanf) und dem Val Müstair. Bei meinen zwei vorherigen Etappen der Via Alpina habe ich immer entlang der Ostgrenze des Nationalparks gewandert. Obwohl ungefähr 20 Wanderwege durch den Nationalpark gehen, ist der Rest des Parks Sperrgebiet für Menschen. In 2008 hat man das Besucherzentrum untergebracht in einem modernen Gebäude mit vielen multimedialen Möglichkeiten. Auf drei enormen Bildschirmen werden wunderschöne Naturbilder aus den Nationalpark, in allen Jahreszeiten aufgenommen, projektiert. Das war ein Genuss! Auch die Informationen in den anderen Sälen, u.a. über die prähistorischen Bewohner dieser Gegend fügte, auch durch den Audioguide, viel hinzu.

Zernez, Besucherzentrum SNP

Zernez: das Besucherszentrum und Umgebung
www.nationalpark.ch

Ich bin ziemlich rechtzeitig wieder zurückgekehrt nach Scuol, weil ich um halb fünf verabredet war mit Monika D. aus Zürich. Wir haben uns kennengelernt in Juli 2015 als wir beide einem Kurs Rätoromanisch folgten hier in Scuol. Mittlerweile sind wir gut befreundet. Dieser “cuors intensif de Vallader” ist ein fünftägiger Kurs der von der Lia Rumantscha organisiert wird und der jährlich in Ende Juli stattfindet im Schulhaus von Scuol. Auch nächsten Monat gibt es wieder einen weiteren Kurs: Monika und ich (und hoffentlich noch viele andere MitschülerInnen von letztem Jahr auch) gehen schon in die dritte Klasse. Monika und ihr Mann Olivier haben ein kleines Appartement in Scuol; deshalb sind sie in der Lage um regelmässig für einige Tage hierher zu reisen. Wir begegnen uns in Hotel Belvédère für ein Glas Wein. Der Lounge ist auch zugänglich für Nicht-Hotelgäste; vom dort ist der Blick ins Tal fabelhaft.

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Scuol: Blick vom Hotel Belvédère

Wir tranken einen herrlichen RieslingxSilvaner, einen Weisswein aus Malans im Schweizer Rheintal bei Landquart, eine Gegend mit einem für den Anbau von Wein sehr günstigem Klima. Wir haben angenehm geplaudert und Pläne gemacht um Morgen eine Wanderung in der Nähe von Scuol zu unternehmen.