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Weitere Informationen über diese Etappe, basiert auf der Webseite der Via Alpina werden hier gegeben.


Den 22. Juli 2017

Etappe C2: von Vaduz nach Sargans

Gegen neun Uhr heute Morgen war ich am Bahnhof Sargans um zu warten auf Monika und ihren Vater Werner. Wir nahmen den Bus zur Stadtmitte von Vaduz im Nachbarland Liechtenstein um von dort zu Fuss zurück zu gehen nach Sargans. Das Wetter war aufs Neue fabelhaft.

Nach einer Kaffeepause in einem netten Café mit dem witzigen Namen „New Castle“ mit einem Blick nach oben zum richtigen Schloss, begannen wir unsere Wanderung: auf der Suche nach dem Fluss Rhein. Durch die Rheinebene laufen nicht nur der Rhein und einige gegrabenen Kanäle die im Fall von Hochwasser als Abfluss dienen und abgesichert sind mit Dämmen, aber auch noch eine Autobahn und eine Bahnstrecke. Ausserdem läuft die Grenze zwischen Liechtenstein und der Schweiz mitten durch den Rhein. Über dem Flussbett mit vielen Steinen und schnellfliessendem grau-blauen Wasser ist eine überdeckte Holzbrücke, die heutzutage nur noch für Fussgänger, Radfahrer und Reiter zugänglich ist, aber die bis auf 1975 – als de neue Verkehrsbrücke aus Beton mit Anschluss an der Autobahn geöffnet wurde – auch dem Autoverkehr diente.

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Vaduz: Die Grenze unter der Beschützung der holzbedeckten Brücken

Am schweizerischen Rheinufer angekommen noch einen Blick zurück auf die besondere Holzbrücke, die letzte der ursprünglich siebzehn überdeckten Holzbrücken über den Rhein von Reichenau (am Oberlauf des jungen Rheins) bis zum Bodensee. Die Brücke die denkmalgeschützt ist, ist kürzlich renoviert und technisch modernisiert worden (u.a. mit einer Sprinklerinstallation!)

Wir spazierten durch das Städtchen Sevelen und stiegen einen breiten Weg hoch mit einem wunderschönen Blick auf die liechtensteinischen Berge. Auch jetzt war das fürstliche Schloss aus der Ferne noch immer deutlich zu sehen.

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Sevelen: Blick in die Rheinebene mit dem Schloss und einem beeindruckenden Lindenbaum

Die Wanderung ging in die Richtung von Wartau mit ihrer langjährigen und besonderen Geschichte weiter über einen angenehmen und breiten Weg und über grüne Wiesen und wieder durch schöne Buchenwälder. Es war gemütlich um zu dritt zu wandern, unsere Verwunderung über die reizende Umgebung aus zu sprechen und die Informationstafel des „Wartauer Sagen- und Geschichtsweges“ zu lesen. Auf dieser Weise kamen wir an der Burg Wartau vorbei. Sie liegt auf einem vorragenden Hügel, auch wieder von strategischer Bedeutung. Sie ist im 13. Jahrhundert gebaut worden, aber ein Jahrhundert später wieder verlassen – man weiss nicht warum. Forscher haben jedoch Beweise gefunden dass der Hügel schon um 5000 v. Chr. besiedelt war. Auch dies alles gibt die Ruine und die Umgebung etwas Spezielles.

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Die Burgruine Wartau

In der warmen Sommersonne spazierten wir weiter, jetzt umgeben von Weinbergen mit schönen Gittern oder Trockensteinmauern, in die Richtung von Azmoos. In einem Garten in der Nähe der Weinberge sahen wir eine kreative Lösung für gestutzte Rebstöcke:

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Azmoos: Kreativ mit alten Rebstöcken!

Wir wanderten einen irgendwie alternativen Weg nach Azmoos. Nach einem steilen Abstieg durch das Wald und noch mehr Weinberge kamen wir in der Stadt an und wählten das Gasthaus Traube („seit 1711„) zum Mittagessen, wo wir auf der Terrasse sassen unter einem gekröpften Kastanienbaum. Es war ein angenehmes Mittagessen mit zuerst viel Wasser und am letzten einem feinen Weisswein aus Wartau: Wartauer Wysse, worin man viel Sonnenschein spüren konnte! Es war gut sein auf der Terrasse und wir blieben bis nach halb vier. Dann beschossen wir dass es allmählich Zeit wurde um weiter zu gehen – mit dem Bus die uns wieder zum Bahnhof in Sargans brachte. Mich herzlich verabschiedet von Monika und Werner, die beide den eigenen Weg gingen: Werner zurück nach Zürich und Monika nach Scuol, wo ich sie am Montagmorgen um 9 Uhr wiedersehen werde, nicht bei einer Wanderung oder auf einer Terrasse, sondern im Klassenzimmer um Rätoromanisch zu lernen!

Es war wieder ein schöner, gemütlicher Tag, diesmal verbracht in guter Gesellschaft, während einer ruhigen, grünen Etappe mit viel Nachdruck auf die Geschichte der Region.