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Weitere Informationen über diese Etappe, basiert auf der Webseite der Via Alpina werden hier gegeben.


Den 19. September 2017

Etappe C4, Teil 1: von Elm zur Skihütte Obererbs

Um halb zehn verliess ich das Hotel für meine Wanderung über das erste Teil der Etappe C4 von Elm zur Skihütte Obererbs. Das Wetter sah ziemlich zuverlässig aus – ich war vorbereitet und ausgerüstet auf den vorhergesagten Regen.

Beim Ausgangspunkt unten am Berghang fing ich an mit dem steilen Aufstieg über einen gepflegten und frisch gemähten Weg.

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Elm: Der Wegweiser nach Obererbs

Der Weg führte durch ausgedehnte Ahorn- und Buchenwälder (das “Waldreservat Gandwald“), mit auch hier wieder bemooste Trockenmauern, überwachsen mit Farnen und anderen Pflanzen. Ab und zu querte ich die asphaltierte Strasse die auch hinauf wand. Auf mehreren Tafeln wird Näheres erklärt über Flora und Fauna.

Aber auch ausserhalb dem Reservat was Interesse für einen besseren Lebensraum für die Tiere: ich sah dass an mehreren Stellen grosse Insektenhotels in hohen Fichten aufgehängt wurden. Der Blick war auch jetzt wunderbar.

Die Sonne brach durch und es wurde richtig warm indessen ich höher und höher den Hang aufstieg. Dass dieser Steilhang auch eine deutliche Gefahr für die Talbewohner darstellen kann, wird klar wenn man die viele Lawinenschutzmassnahmen betrachtet die zwischen der dichten Vegetation versteckt sind.

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Elm: Schutzmassnahmen gegen die Lawinen

Das Wetter verschlimmerte aber schnell und als ich bei der Bergstation der Luftseilbahn von Elm und dem Restaurant Ämpächli gelangte fielen die ersten Tropfen. Ich kam entlang den Gebäuden und plötzlich flog etwas grosses und dunkles mit weissen Streifen auf aus dem Gebüsch, mit lauten fasanartigen Schrei: hey, da ging ein Birkhuhn auf! Das war ein Erlebnis, weil ich hatte diesen Vogel noch nie in freier Wildbahn gesehen. In den Niederlanden ist die Wiedereinstellung noch immer nicht richtig gelungen… Einige Stunden später sollte ich nochmals drei Birkhühner im Flug sehen.

Es fing an kräftiger zu regnen. Weiter bergauf wurde es immer nebliger – und auch kälter… Tatsächlich: es gab hier und da noch ein wenig Schnee am Fuss der Bäume, aber während ich weiterlief, ging der Regen über in Nassschnee. Als ich in der Nähe der auf 1.645m ü.M. gelegenen Heusiedlung Hengstboden kam, sah alles sehr verlassen und winterlich aus. Stimmungsvoll, aber bis Weihnachten dauert es ja noch drei Monate! Bei einem der Häuser ringelte sich Rauch aus dem Schornstein.

Nachher hielt das Schneien an und nahm der Nebel noch mehr zu. Der Erbser Höhenweg dem ich folgte, sollte – auch laut der Beschreibung auf der Webseite der Via Alpina – wunderschöne Blicke auf die umliegenden Berge bieten, aber die Sicht war heute ziemlich enttäuschend. Dennoch war es eine faszinierende Wanderung, wobei die Geräusche verstärkt wurden – ich hörte überall laut strömendes Wasser…

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Elm: auf dem Höhenweg gibt’s viel Wasser im Bach, aber glücklicherweise auch eine kleine Brücke

Nach einer halben Stunde wandern über mit Wasser gefüllten Wege, erreichte ich die öffentliche Strasse, und eine Haltestelle des Busses! Mittlerweile hatte es aufgehört zu schneien. Mein Ziel, die Skihütte Obererbs tauchte auf aus dem Nebel. Die Hüttewarte waren sehr beschäftigt mit dem Umbau der Skihütte. Der heisse Kaffee und die grosse Scheibe Zitronenkuchen wurden in der Garage serviert. Der Bus nach Elm (und weiter) fuhr nur auf Vorbestellung, so dass ich beschloss um zu Fuss zurück zu kehren. Das war auch ein schöner Weg: mit diesem Abstieg durch ein komplett anderes Wald, mit vielen grossen Fichten, erreichte ich wieder die niedriger gelegenen Weiden. Die Sicht wurde besser und ich sah neben den drei Birkhühnern auch noch zwei Bartgeier hoch am Himmel kreisen. Um 15.00 Uhr war ich wieder in Elm, wo ich die Trockenheit und Wärme des Hotels aufsuchte. Meine Regenbekleidung hat durchgehalten!

Wegen der Wetterbedingungen hat diese Wanderung was die schöne Panoramas angeht, nicht ganz meine Erwartungen erfüllt. Dennoch habe ich viele besondere Momente erlebt. Die Erbser Höhenweg werde ich bestimmt noch einmal wandern, aber das wird ja nächstes Jahr sein…, genauso wie der zweite Teil dieser Etappe, von der Skihütte Obererbs nach Linthal. Wird also fortgesetzt!